Persönlich

Commodore-VC20

Um der Person hinter SocialTechDev ein Gesicht zu geben, schreibe ich in diesem Post welchen Weg ich genommen habe, bis ich auf die Idee zu SocialTechDev gekommen bin.

Wer bin ich?

Ich bin Georg Staebner, ein Technikbegeisterter und Möchtegern-Weltverbesserer.

Wie wurde ich zu dem, der ich bin?

Ich hatte meinen ersten Computer mit 9 Jahren bekommen. Ein VC20 ohne Spiele, ohne irgendetwas, nur der Computer. Aber ich war hin und weg. Er war an unserem Fernseher angeschlossen, und alleine die Möglichkeit, das, was aus dem Fernseher kommt, beeinflussen zu können, war phänomenal. Natürlich war es nicht möglich die Filme und Shows, die sonst im Fernsehen liefen zu beeinflussen. Ich sah nur den Cursor und etwas Schrift. Doch ich konnte mit wenigen Befehlen die Farben ändern und mit weiteren Befehlen die Farben schnell und langsam wechseln lassen. Ich konnte “Nachrichten” auf dem Bildschirm schreiben (PRINT “Ich bin ein Hacker!”). Es war unglaublich! Ich hatte die Kontrolle über diese Maschine und sie machte, was ich ihr befahl. Sie konnte wenig, aber was sie konnte, hatte sie von mir “gelernt”.

Es lässt schon tief blicken, dass ich mit den Erlebnissen mit meinem ersten Computer anfange. Aber ja, Technologie ist für mich einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens.

Verbindung

1280px-AcousticCouplerAK2000Tel

Es vergingen einige Jahre, in denen ich mich intensiv mit dem Computer beschäftigte, bevor ich dann das nächste große “Aha” Erlebnis hatte. Anfang der 90er, ich hatte mittlerweile einen PC, brachte ein Freund einen Akustikkoppler mit. Wir hatten ein paar Telefonnummern von Mailboxen und riefen eine dieser Mailboxen an. Die erste Verbindung brach sofort zusammen, da wir bei den ersten Zeichen auf dem Bildschirm laut jubelten. Beim zweiten Versuch waren wir alle genau so aufgeregt, es herrschte jedoch eine Totenstille im Raum. Dann passierte es, der SysOp (der Besitzer der Mailbox) chattete uns an. Wir waren nicht einfach mit einem anderen Computer verbunden. Durch die Computer waren wir mit einem anderen Menschen verbunden. Wir wussten nichts von ihm und er wusste nichts von uns. Doch es war sofort ein Gefühl der Verbundenheit da, denn schließlich hatte nicht jeder ein Computer und ein Akustikkoppler oder Modem.

Das nächste Jahr war von verschiedenen Mailboxen geprägt. Ich liebte Mailboxen mit Boards, in denen über Alltägliches geschrieben und diskutiert wurde.

Vernetzt

Zirka ein Jahr später passierte der für mich damals nicht offensichtliche Schritt. Ich entdeckte weltweit genutzte und vernetzte Newsgroups. Ich hatte das Gefühl: “Alles ist möglich!”. Ich konnte Menschen auf der ganzen Welt erreichen und mit ihnen kommunizieren. Mein Leben war nicht mehr nur Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, sondern auch alle die, die das Internet zur Kommunikation nutzten.

Beruf

Mein Traum war es, die neuste technologische Entwicklung mitzuerleben und zu beeinflussen, und dieser Traum wurde Wirklichkeit. Im Jahr 2000 fing ich als Entwicklungsingenieur für Halbleiter an und entwickelte Chips für Handys und Computer. Doch nach 13 Jahren hatte ich das Gefühl, ich kann und will noch mal etwas ganz anderes machen. Dieser Blog ist ein Teil des Neubeginns.

Der Einfluss

Das Beschäftigen mit dem Computer und das Entstehen des World Wide Web hatten Einfluss auf die Entwicklung meines technischen Wissens. Boards in Mailboxen und Newsgroups im Internet auf meine soziale und persönliche Entwicklung. Mein technisches Wissen und meine persönliche Entwicklung hatten mir Denkweisen und Wege eröffnet, die ich mir zuvor nicht vorstellen konnte und änderten mein Selbstbild und mein Bild von der Welt.

Erkenntniss

Erst jetzt im Nachhinein ist mir klar, was mich am Computer und Technologie im allgemeinen – neben der Faszination für Technik – am meisten “geflasht” hat. Technologie kann Menschen verbinden, die sich nie begegnen würden! Sie ermöglicht Dinge, die ohne sie nicht möglich wären. Und das möchte ich mit SocialTechDev aufzeigen und weiterentwickeln!

Flattr this!

This entry was posted in Persönlich. Bookmark the permalink.