openTransfer Camp in Hamburg

openTransfer Camp Hamburg

Am Samstag den 27.9. war ich beim openTransfer Camp in Hamburg. Dies ist ein großartiges Barcamp, um Menschen mit interessanten Projekten zu begegnen. Das Ziel dieser Veranstaltung ist die örtliche Ausweitung der Projekte zu unterstützen und deren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Das Format ermöglicht auf eine sehr persönliche Weise die Erfahrungen untereinander auszutauschen. In den Sessions hat jeder die Möglichkeit sein eigenes Wissen weiterzugeben bzw. sich Hilfe von anderen zu holen. Noch ergiebiger sind die direkten Gespräche mit anderen Teilnehmern. Sie spannen ein sehr persönliches Netz zwischen den Teilnehmern und tragen sehr zu dem “open” Grundsatz der Veranstaltung bei.

Ich war am Abend zuvor zum Warm-up angereist. Auf dem Weg zu Xing, in dessen Räumlichkeiten der Warm-up stattfand, traf ich Dagmar Hirche von “Wege aus der Einsamkeit“. Dagmar setzt sich für die Verbesserung der Lebensumstände alter Menschen und ihre Stellung in der Gesellschaft ein. Um die Aktionen des Vereins zu verbreiten nutzt sie soziale Medien. Wir hatten uns im Juni bei meinem ersten openTransfer Camp kennen gelernt und waren damals nach dem Event zusammen zum Bahnhof gegangen. Der Abend fing somit schon mit einem schönen Wiedersehen an. Am Eingang sollten wir dann unsere Namen nennen, um eingelassen zu werden. Bevor wir diesen jedoch sagen konnten, rief Katharina Peranic, die Organisatorin der Veranstaltung: “Das sind Dagmar und Georg, die können durch!” Da war mir sofort klar, hier war ich richtig, ich hatte direkt ein Gefühl der Vertrautheit und fühlte mich wie unter Freunden.

Beim letzten Camp in Köln hielte ich eine Session mit dem Titel “Wie werden mehr Menschen zu Freiwillige?“. In der gut besuchte Session stellte ich meine Idee zu helpteers.net vor und anschließend sprachen wir über Engagement im Allgemeinen. Der Inhalt der Session wurde sehr gut von Matthias Drabsch zusammengefasst und kann hier nachgelesen werden. Als mich Matthias am letzten Wochenende nach dem Status von helpteers.net fragte, war ich froh ihm berichten zu können, dass die Plattform in einem Beta Status bereits online ist. Die Session in Köln hatte einen großen Einfluss auf die Realisierung von helpteers.net und war mit ausschlaggebend für einige konzeptionelle Veränderungen.

In meiner Session in Hamburg ging es um projektbasiertes Engagement. Aufhänger war mein geplanter Engagements-Marathon, welchen ich am Anfang kurz vorstellte. Während der Session stellte Christian Graf von den Freizeit-Helden in Frankfurt und Theresa Senk von Tatkräftig aus Hamburg vor, wie sie Menschen in ihrer Stadt soziales Engagement näher bringen und Projekte organisieren.

Die Freizeit-Helden veranstalten regelmäßige Stammtische, bei denen sich Interessierte informieren und austauschen können. In sogenannten Helden-Runden werden Interessierte in die verantwortungsvolle Aufgabe des sozialen Engagements eingeführt. Nach dem Helden-Runde können sie sich unter freizeit-helden.de Projekte suchen und unterstützen.

Tatkräftig aus Hamburg bringen Gruppen von Freiwilligen für einen Tag mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Freiwillige können in einem Online-Formular mitteilen, was sie gerne machen möchten bzw. wie sie gerne helfen würden und wann sie Zeit für das Engagement haben. Tatkräftig stellt dann den Kontakt zwischen den Freiwilligen und einer lokalen, gemeinnützigen Einrichtung her.

An diesen beiden Beispielen wurde sehr anschaulich, dass es mehrere Wege gibt, Menschen dem sozialen Engagement näher zu bringen. Alle Beteiligten der Session waren darüber einig, dass neue Wege nötig sind, um vor allem junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Lokale Plattformen wie die Freizeit-Helden und Tatkräftig sind dabei ein Bindeglied zwischen den Freiwilligen und den gemeinnützigen Organisationen.

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