Netzwerken beim Pirate Summit 2014

helpteers.net @piratesummit

Letzte Woche war ich auf dem Pirate Summit in Köln. Das ist eine etwas schräge Veranstaltung für Entrepreneurs. Die Veranstaltung verbindet auf besondere Weise das Bild des nach Abenteuer suchenden und Freiheit strebenden Piraten mit dem Wunsch des Entrepreneurs, etwas Neues zu erschaffen, das die bestehenden Strukturen verändert.

Dass es sich bei der Veranstaltung nicht um eine typische Businesskonferenz handelte, wurde spätestens in dem Moment offensichtlich, in dem man das Veranstaltungsgelände betrat. Das Odonien mutete wie das Endzeit Szenario aus Mad Max an, nur dass es sich nicht nach Endzeit anfühlte, sondern eher nach einer anderen Welt, einer anderen Denkweise. Hier schienen andere Gesetze als die gewohnten, von außerhalb des Geländes bekannten Gesetze, zu gelten. Ich fühlte mich auf dem Gelände gleich wohl, denn es hinterfragte den Status Quo und regte zum andauernden Umdenken an. Dies sind Eigenschaften, die das Gelände mit vielen Entrepreneurs gemeinsam hat.

Begegnungen

Auf dem Weg zum Pirate Summit war mir ein Junge mit einem Piraten T-Shirt über den Weg gelaufen. Ich dachte: “Was für ein Zufall!” Mir schoss noch der Gedanke durch den Kopf, ein Foto zu machen und es zu veröffentlichen, doch da waren der Junge und sein Vater schon an mir vorbei gegangen. Ich überlegte erst noch den Vater anzusprechen, fand das dann doch etwas komisch. Genau durch diese Begegnung wurde mir jedoch später klar, was ich auf dem Pirate Summit machen werde.

Circa eine Stunde später traf ich den Vater und seinen Sohn auf dem Pirate Summit. Es war Stavros Messinis der Moderator des Events. In dem Moment wurde mir klar, dass es auf diesem Event nichts Wichtigeres geben wird, als andere anzusprechen und neue Kontakte zu knüpfen. Hätte ich Stavros angesprochen, hätten wir unsere Gemeinsamkeit entdeckt und so eine Beziehung aufbauen können. Dadurch, dass ich das Gespräch nicht gesucht hatte, waren wir Fremde geblieben. Ich nutze meine zweite Chance und erzähle ihm die Geschichte während des Events. Danke Stavros (@StavMessinis) für den ungewollten Augenöffner.

Die ersten Worte

Das Schöne an dem Entschluss, mit vielen zu sprechen und Kontakte zu knüpfen, war auch die daraus resultierende Herangehensweise. Es war nicht wichtig das Gespräch auf interessante Weise zu starten oder direkt etwas beizutragen. Die Gespräche starteten einfach mit: “Hi, ich bin Georg.” Alles weitere ergab sich dann. Halfen mir die viele neue Kontakte direkt bei meinem Projekt weiter? Nein. Das war aber auch unwahrscheinlich, denn alle Besucher des Events hatten eins gemeinsam, sie hatten eine Idee, etwas an dem sie arbeiteten, das ihnen sehr wichtig ist. Allein mit so vielen Menschen mit neuen Ideen zu sprechen, war großartig.

Danke!

An dieser Stelle möchte ich mich ein zweites mal bei Till, für seine Forderung eine Minimum Viable Product (MVP) zum Pirate Summit zu starten, bedanken. Der feste Termin hatte mich angespornt und dazu gebracht den Start von helpteers.net nicht weiter zu verschieben. Was natürlich nicht ohne die großartige Entwicklungsarbeit von Daniel möglich gewesen wäre. Danke!

Gemeinsamkeit: Ideen und Lösungen

Während in meinem sonstigen Umfeld meine Vorhaben und meine Unternehmungen eher als schräg und ungewöhnlich angesehen werden, hatte ich auf dem Pirate Summit eher das Gefühl nicht außergewöhnlich und innovativ genug zu sein. Die geballte Masse an Ideen und Entschlossenheit, die diese Veranstaltung versprühte, war zugleich belebend als auch erdrückend.

Belebend, weil mir klar wurde, dass es viele Menschen gibt, die bereit sind ein Risiko einzugehen, um etwas anderes neues voranzutreiben. Zu sehen, dass andere mit ihrer Idee von den Zuschauern applaudiert und gefeiert wurden, macht Mut weiter zu machen.

Erdrückend, weil ich mich ständig mit anderen verglichen hatte. Dabei war ich natürlich immer schlechter weg gekommen. Die anderen haben Erfolg, mich kennt niemand, die anderen sind mehrere, ich bin alleine, die anderen haben ein funktionierendes Business, ich habe helpteers.net gerade erst als Beta gestartet.

Netzwerke bieten Hilfe und Unterstützung

Auf dem Summit waren auch einige Entrepreneurs aus Düsseldorf, die ich bereits von anderen lokalen Events kannte. Wir hatten uns zwischendurch immer wieder getroffen und unsere Erfahrungen und Erlebnisse während des Pirate Summit ausgetauscht. Die Gespräche waren sehr ehrlich und es ging meist nicht um das, was wir jeweils machen, sondern um das, woran wir zweifeln oder was wir gerne besser könnten. Diese Gespräche waren eine gute “Erdung”, so wurde mir klar, dass es vielen auf der Veranstaltung wahrscheinlich nicht anders ging als mir.

Das Beste an dem Pirate Summit war somit für mich, dass so unterschiedlich die einzelnen Entrepreneurs und ihre Projekte auch waren, es gab immer wieder gemeinsame Punkte an denen man sich treffen und verbinden konnte. Dafür war dieser Event einfach großartig! Danke an Till, Manuel und alle, die diesen Event möglich gemacht haben!

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