Du hast eine Idee? Sag es mit Pecha Kucha!

victim of comfort

Vor ein paar Wochen hörte ich zum ersten Mal von Pecha Kucha. Diese Art der Präsentation verspricht sowohl für dem Zuschauer als auch dem Präsentierenden einen hohen Unterhaltungs- und Informationswert. Meine erster Pecha Kucha Präsentation hatte mir geholfen, meine Idee zu Social Technology auf den Punkt gebracht darzustellen.

Bei einer Pecha Kucha Präsentation hat der Präsentierende genau 6:40 Minuten Zeit sein Publikum zu begeistern. Für die Präsentation müssen 20 Slides erstellt werden, die jeweils für 20 Sekunden angezeigt werden. Ich bin durch die Pecha Kucha Night in Düsseldorf auf dieser Art des Vortrages gestoßen und dachte direkt: “Wow, das hört sich interessant an, das schaue ich mir an.”

Nicht zuschauen, teilnehmen!

Zuerst wollte ich mir nur anschauen, wie eine Pecha Kucha Veranstaltung abläuft. Zum selben Zeitpunkt schwirrte mir jedoch eine Idee im Kopf herum, von der ich wissen wollte, was andere davon halten. Daher entschloss ich mich selber eine Präsentation zu halten. Zu meiner Überraschung bejahte Axel, der Veranstalter, meine kurzfristig Anfrage. Da wurde mir schlagartig klar, ich hatte nur noch ca. zwei Tage für die Vorbereitung. Außerdem hatte ich noch nie zuvor einen Vortrag in der Öffentlichkeit, vor mir unbekannten Leuten, gehalten.

Vorbereitung

Noch am Abend der Zusage, suchte ich bis spät in die Nacht nach Bilder und stellte den Vortrag zusammen. Die Schwierigkeit war dabei, dass jede Folie eine sofort ersichtliche Aussage haben und auch noch etwas Persönliches oder Interessantes transportieren sollte. Daher machte ich am nächsten Morgen noch selber ein paar Fotos, um meine persönliche Aussagen in der Präsentation zu unterstreichen. Es war ein schönes Gefühl, dass meine Hobby, die Fotografie, mir hierbei half. Die nächsten beiden Tage verbrachte ich jede freie Minute damit, die Präsentation zu üben und meine Worte auf die Folien zu timen. Dabei lernte ich schnell, die wichtigsten Aussagen herauszuarbeiten.

Blamage?

Am Nachmittag vor der Pecha Kucha Night beruhigte ich mich mit den Worten: “Ich kenne eh’ niemanden der Anwesenden, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich mich blamiere.” Abends stellte sich jedoch heraus, dass ich mit dieser Annahme falsch lag. Zwei, die ich vom Coworking Space GarageBilk kannte, waren auch dort. Das Beruhigende war jedoch, dass beide auch eine Präsentation hielten. So fieberten wir zusammen unseren Präsentationen entgegen.

Pecha Kucha macht Spaß

Als ich endlich mit meiner Präsentation an der Reihe war, hatte ich das Gefühl, meine Nervosität und Anspannung war für alle spürbar. Dann fiel auch noch das Mikrophon aus und tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf. Als das Mikrophon wieder ging und die Präsentation startete, bekam ich nicht mehr viel mit. Ich wusste, was ich sagen wollte und welche Bilder wann kamen. Alles lief eher automatisch ab. Am Ende der Präsentation gab es nochmal ein von mir nicht erwartetes Gelächter und dann einen großartigen Applaus. Da wusste ich: “Pecha Kucha macht Spaß und das werde ich nochmal machen!”

Eigenwahrnehmung gegenüber Außenwahrnehmung

Oliver, den ich von der GarageBilk kannte, bat mich, seine Präsentation mit dem Handy aufzunehmen. Im Gegenzug nahm er meine Präsentation auf. Als ich diese Aufnahme später sah, zeigte sie ein ganz anderes Bild, als das, was sich bei mir im Kopf abspielte. Ich hatte zum Beispiel gar nicht mitbekommen, dass mein erster Kommentar: “Mit Technik kenn ich mich aus!”, den ich machte, nachdem das Mikrophon wieder funktionierte, Gelächter auslöste und so die Stimmung lockerte. Auch die anderen Lacher und Reaktionen bemerkte ich erst beim Anschauen des Videos.

Feedback und Fazit

Durch das Feedback direkt nach dem Vortrag und per Email am nächsten Tag wurde mir klar, dass meine Idee Interessenten hat, und dass ich an der Verwirklichung weiter arbeiten werde. Ich freue mich schon auf die nächste Pecha Kucha Night in Düsseldorf und habe auch schon eine Idee, was ich präsentieren werde. Ich hoffe, ich treffe einige von euch dort und ihr haltet auch einen interessanten Vortrag. Ich habe eine Menge dabei gelernt. Vor allem die folgenden Punkte sind bei mir hängen geblieben:

  • Pecha Kucha hat mir geholfen, meine Idee kurz und interessant auszuarbeiten und zu präsentieren.
  • Das feste Format hat mich gezwungen mehr zu üben.
  • Besser etwas ausprobieren und sich zu blamieren, als sich zu zieren und gegen seinen inneren Schweinehund zu verlieren.
  • Die Begeisterung des Publikums hat mich angespornt.

Was würdest du gerne in 6:40 Minuten los werden?

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