10 Tipps zur erfolgreichen Barcamp Session

Non-Profit Camp
Wenn dich nur die Tipps zur Barcamp Session interessieren, einfach bis zum Ende des Posts scrollen.

Ich war am Wochenende auf dem ersten Non-Profit Camp in Aachen. Soviel vorweg: Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen und sie hat viel Potential, neue Anstöße in dem Sektor zu erzeugen.

Die Veranstaltung war, wie der Name schon verrät, als Barcamp aufgesetzt. Da die Veranstalter aber viele Teilnehmer erwarteten, die noch nicht an einem Barcamp teilgenommen hatten, wurden zu dem Barcamp auch feste Redner angekündigt. Die fest gesetzten Redner erzeugten natürlich viel Interesse und sollten keine parallelen Sessions haben. Dies führte dazu, dass bereits die ersten Slots in dem großen Saal belegt waren.

Session vorschlagen

Ich bin mit dem Ziel helpteers.net vorzustellen auf die Veranstaltung gegangen.

Um den Teilnehmern meinen persönlichen Antrieb für die Plattform zu vermitteln, stellte ich meine Session folgend vor: “Ich bin einer von denen, die ihr erreichen wollt, wenn ihr nach neuen Freiwilligen sucht. Bis vor ca. einem Jahr habe ich mich nicht engagiert. Ich möchte in meiner Session aufzeigen, wie ihr mich und andere, denen es ähnlich geht, erreicht.” Daraufhin gingen sehr viele Hände hoch und das Interesse war sehr groß.

Da ich meine Session in den Nachmittag gelegt hatte, ging ich dann zuerst in die anderen Sessions.

Sessions

  • Digital denken – lokal agieren am Beispiel betterplace.org Köln Da viele betterplace.org nicht kannten, ging Oliver Weyer hauptsächlich auf die Funktion der Plattform ein und gab Tipps, was bei dieser Art der Online Spendengesuche wichtig ist.
  • Non Profit vs. Wirtschaftliche Rolle Eine sehr angeregte Diskussion, die sich schnell um das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) drehte. Es wurde offensichtlich, dass das Thema immer mehr in den Fokus rückt, oft aber noch mit Skepsis betrachtet wird.
  • Wissen einfach teilen – Können Communities eigentlich Bücher schreiben? Gerald Labitzke hatte openTransfer vorgestellt. Ziel der Plattform ist es, die Erfahrungen der einzelnen Organisation zu sammeln und so voneinander lernen zu können. Ich hatte selber mehrere openTransfer Camp Veranstaltungen besucht und kann sie sehr empfehlen, wie hier und auf SocialTechDev nachzulesen ist.

Meine Session

Dann kam meine Session. Leider war sie nicht so gut besucht, wie es in der Session-Vorstellungsrunde schien. Wir waren ca. 10 Teilnehmer. Der große Raum wirkte zu leer. Ich hatte in den ersten 10 Minuten mich, meine Gründe helpteers.net zu starten und dessen Funktionsweise vorgestellt. Es entstand eine Diskussion mit vielen Fragen aber auch Anregungen zu helpteers.net.

Hauptpunkte der Session

  • Teilgenommene Aufgaben auf der Profil Seite Diese Funktion ist bereits implementiert. In einer späteren Implementierung wird diese Information ausgewertet, um Auszeichnungen in Form von “Batches” zu vergeben.
  • Lokaler Bezug Es wurde der Wunsch geäußert, nach Orten filtern zu können, um einen lokalen Bezug zu bekommen. Die Funktion ist auf jeden Fall wichtig und wird auch implementiert werden, aber meines Erachten nicht jetzt, so lange es noch wenig sichtbare Projekte gibt.
  • Status des Projektes auf der eigenen Webpräsenz des Organisators einbinden Über dieses Thema hatte ich mir schon mal im Rahmen einer Anfrage Gedanken gemacht. Dabei ging es jedoch darum, die gesamte Funktion von helpteers.net auf der Webadresse des Organisators zu ermöglichen. Dies ist aufwändig zu implementieren. Den aktuellen Status (z.B. die Anzahl der offenen Aufgaben) anzeigen zu lassen, ist dagegen eine überschaubare Aufgabe.

Danke allen an der Diskussion Beteiligten für ihre sehr wertvollen Beiträge.

Session “Ehrenamt 3.0 und die Generation Y”

Die letzte Session an der ich teilgenommen hatte, war “Ehrenamt 3.0 und die Generation Y”. Ich fand die Session sehr gut und hilfreich. Da Hanna Scharlau und Christopher Stappert bereits einen guten und übersichtlichen Artikel zu ihrer Session veröffentlicht hatten, gehe ich nicht näher auf den Inhalt ein. Der Aufbau und Ablauf der Session haben mich aber dazu inspiriert, darüber nachzudenken, wie eine gute Barcamp Session ablaufen sollte.

10 Tipps zur erfolgreichen Barcamp Session

  1. Bei den Session-Vorstellungen mit persönlichen Informationen einleiten. Dies verbindet das Thema mit der Person und schafft eine Verbindung auf der Beziehungsebene.
  2. Benefit der Session in der Beschreibung für den Session-Plan hervorheben. Eine interessante Vorstellung der Session weckt zwar den Wunsch diese zu besuchen. Die tatsächliche Teilnahme an der jeweiligen Session wird aber aufgrund des persönlichen Nutzens ausgewählt.
  3. Stuhlkreis erstellen. Dadurch wird die Kommunikation der Teilnehmer offener. Bei großen Räumen und wenig Teilnehmern wird ein kleinerer virtueller Raum geschaffen.
  4. Möglichst die Session zu zweit initiieren. Einer ist der Moderator und der andere macht Notizen auf einem Flipchart. Der Inhalt bekommt Struktur und die Diskussion wird in geregelte Bahnen geleitet.
  5. Kurze Einführung zum Thema und Ziel der Session. (max. 10 bis 15 min.) Erwartungen auf der Seite der Initiatoren und der Teilnehmer werden abgeglichen.
  6. Konkrete Beispiele einbringen. Anstatt über das “Meta”-Thema zu reden, konkrete Lösungen für ein Fall erarbeiten. Es wird einfacher sich in die jeweilige Situation zu versetzen. Dadurch wird weniger Kritik geäussert, sondern nach Lösungen gesucht.
  7. Zeit einhalten. Dadurch ist es sowohl möglich produktive Sessions zu haben, als auch zwischen den Sessions zu netzwerken.
  8. Kontaktdaten der Initiatoren anzeigen. Dies ermöglicht die Kontaktaufnahme, auch wenn sich erst nach dem Barcamp Fragen ergeben.
  9. Zusammenfassung der Session zeitnah veröffentlichen. Ermöglicht auch anderen, die nicht in der Session waren, Informationen zu gewinnen. Wenn die Zeit knapp ist, reicht es auch die mitgeschriebenen Notizen ohne weitere Bearbeitung zu veröffentlichen.
  10. Mit machen! Die Session lebt von dem Wissen und den Inhalten jedes einzelnen Teilnehmers.

Was ist dir wichtig bei einer Barcamp-Session?

Flattr this!

This entry was posted in Persönlich, Projekte, Veranstaltungen. Bookmark the permalink.

4 Responses to "10 Tipps zur erfolgreichen Barcamp Session"

You must be logged in to post a comment.